Yoga im Westerwald - ein Ausflug zu Yoga Vidya





Ihr lieben Yogis und Yoginis,


soeben komme ich aus dem Yoga Vidya Seminarhaus im Westerwald und kann es gar nicht abwarten, meine Impressionen festzuhalten und mit euch zu teilen.

Ich habe dort ein Kinder-Yoga-Weiterbildungsseminar besucht und hatte rein zufällig ein ganz besonderes Wochenende erwischt, aber dazu später mehr :)


Es sind ein paar tolle sommerliche Tage gewesen, doch während wir hier in Bonn bei um die 30 Grad geschwitzt hätten, haben wir eine angenehme Zeit bei ca. 24 Grad im Gut Hoffnungstal verbracht. Gemeinsam mit Lotte, meiner engen Yoga Freundin, habe ich mich auf den Weg gemacht, um weitere Erfahrungen in der Welt des Kinder-Yogas zu sammeln; und was soll ich sagen - es hat sich mehr als gelohnt :)


Wer noch nicht das Glück hatte, ein Seminar im Haus Yoga Vidya Westerwald besuchen zu können, oder einfach als Individualgast ein tolles Yoga Wochenende zu verbringen, ist bestimmt neugierig, wie so ein Wochenende aussieht. Wir kamen am Freitag leider etwas spät ( Anreise ist nämlich schon ab 13 Uhr möglich), aber trotzdem noch rechtzeitig, und nicht das leckere vegan/vegetarische Buffet zu verpassen. Nicht, dass es das Wichtigste wäre, aber die Küche ist einfach toll und ich freue mich jedesmal wieder diese genießen zu können. Wir haben also, eigentlich ganz unyogisch, bei der Ankunft unsere Zimmerschlüssel in Empfang genommen, unsere Koffer neben der Rezeption geparkt und sind, immer der Nase nach, zu Buffet gestürmt... mmhhh ;)


Nachdem wir unser Zimmer und unsere Betten bezogen hatten, konnten wir also entspannt ins Abendprogramm starten. um 20 Uhr beginnt der Satsang, mit einer ca. 25 minütigen Meditation und im Anschluss werden gemeinsam Mantren gesungen und eine Lichtzeremonie, das sogenannte Arati, gefeiert. So möchten die Yogis ihr Ego durch das Göttliche immer wieder in Liebe transformieren. Klingt schön - ist es auch.

Nach dem Aratie, teilen sich die verschiedenen Seminare in ihre Gruppen auf und werden von ihrem jeweiligen Seminarleiter begrüßt und in des Seminar eingeführt.


Ohne die anderen Seminare wirklich zu kennen, bin ich der festen Überzeugung, dass wir am meisten Spaß hatten :) Das lag natürlich zum einen an der sehr netten Yogini Truppe, die sich hier zusammengefunden hatte, aber in erster Linie haben wir diese tolle Zeit Charry Devi Ruiz zu verdanken. Man könnte den Begriff Energiebündel, in ihrer Person neu definieren - Wahnsinn - eine echte kölsche Spanierin! Und diese Energie hat sich auf uns alle übertragen und so kam es, dass wir unserem eigenen inneren Kind viel leichter näher kommen konnten und es auch rausließen. Charry ist die Leiterin des Yoga Vidya Centers in Weilerswist und unterrichtet Yoga bereits seit 15 Jahren. Sie ist durchdrungen von der Yogaphilosophie und lebt sie in allen Facetten. Neben veganem Essen und Yoga in die Welt zu tragen, versprüht Sie einfach viel Freude und Liebe. Eine der schönsten Worte von Charry waren, dass man kein einziges Kind in eine Schublade stecken darf, egal, welchen Stempel es bereits trägt - ADHS, Störenfried, Musterschüler oder Versager - bleibe unvoreingenommen und öffne dein Herz. Sieh, wer da wirklich vor dir steht!

Zufällig fiel mir an diesem Wochenende noch ein Buch in die Hände, "Die Kuh, die weinte" und ich entschied mich für die Geschichte "Die Kinder der Klasse B" (Seite 33) - Treffender könnte man dieses Abstempeln und Schubladendenken nicht beschreiben.


Nach dem anschließenden ersten Praxis- und Theorieteil, sind wir sogleich müde in unsere Betten gefallen. Es lohnt sich auch wirklich, so früh zu schlafen, wie es geht, denn um 6.30 Uhr klingelt der Wecker und um 7 Uhr sitzt man schon wieder in der Meditation. Falls ihr das noch nicht früh genug findet, kein Problem, ihr könntet auch um 6 Uhr zum Pranayama anmaschieren, aber bei aller Liebe - soweit bin ich noch nicht ;) zumindest nicht zu der Uhrzeit. Aber Meditation, Satsang, Kinder-Yoga-Seminar und Yogastunde fühlen sich dann doch sehr gut an, selbst auf leeren Magen, denn Frühstück bzw. Mittagessen gibt es nämlich erst danach um 11 Uhr. Mit vollem Magen, wäre die Yogastunde auch nur halb so schön und die Vorfreude auf all die Leckereien steigt so natürlich ebenfalls.


Das I-Tüpfelchen zu dem leckeren Buffet, ist die große Terrasse des Hauses, mit noch viel schönerem Blick in den Garten und den Wald, einfach herrlich.

Hier ergeben sich viele schöne Begegnungen und Gespräche mit den vielen Yogis und Yoginis im Haus, die zeitgleich entweder ein anderes Seminar besuchen oder einfach nur Urlaub machen. Wer aber einfach sein Essen genießen und abschalten möchte, hat dazu auch die Gelegenheit, denn es gibt immer auch einen "Tisch der Stille".


Die nächste Station heißt dann Karma Yoga, oder auch Yoga des selbstlosen altruistischen Dienstes. Im Klartext, wir reinigen den Ashram, helfen in der Küche oder bei anderen Vorbereitungen. Eine schöne Möglichkeit, immer wieder neue Ecken im Ashram zu entdecken und sein eigenes Ego, welches immer wieder schreit "Ich putze jetzt doch nicht das ganze Badezimmer hier! Hallo!", einfach zu transzendieren ;)

Man hat auch trotzdem noch genug Zeit, einen ausgiebigen Spaziergang im Wald zu machen, in der Boutique zu stöbern oder einfach das genüssliche Treiben im Garten oder auf der Terrasse zu beobachten, Hektik wird man hier eher selten finden.


Um 14.30 Uhr ging es dann mit dem Seminar weiter und wer noch nicht entschleunigt genug war, wurde von Charry gleich tiefenwirksam mit dem längsten "Oooommmmmm, Shaaaaaaaaaaaaaaaantiiiiiiiiiiiiiiiiii......., Shaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaantiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii................, Shaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaantiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiiiiiii....." in den Frieden des Universums geschleudert, welches ich je gehört habe - Respekt :)


Viele Abläufe und Rituale wiederholen sich fast täglich im Hause Westerwald, aber ein paar besondere Momente, kann man nur einmal im Jahr beobachten. So auch die Puja

zu Ehren von Swami Shivananda zu seinem Todestag. Eine ganz besondere Ehrung des Gurus, der seine Yogaweisheiten für uns dagelassen hat. Wir hatten das Glück, dass wir zufällig genau zu diesem Tag anwesend waren. Für einen Abend lang, hat man das Gefühl, ein Stück echter Indischer Tradition erleben zu dürfen, bevor es am Sonntag Mittag wieder heißt - Köfferchen packen und ab nach Hause....


Namasté ihr Lieben :)



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